Estrichtrockung

Im Moment kommt es uns vor wie eine „tote“ Zeit, denn auf unserer Baustelle geht es sichtlich nicht voran. Aber nur mit bloßem Auge lässt es sich nicht erkennen, in Wirklichkeit passiert nämlich doch etwas sehr Wichtiges: der Estrich trocknet.

Wir haben sehr gehofft, dass bis zum Gießen des Estrichs die Nahwärmeübergabestation errichtet und in Betrieb genommen wird. Leider hat das aus diversen Gründen nicht geklappt, obwohl wir alles dran gesetzt haben. Wetter können wir leider nicht beeinflussen und daran ist es letztendlich gescheitert.

Von Anfang an habe ich alle Beteiligten, die sich um die Hausanschlüsse – in diesem Fall Nahwärme – kümmern, auf dem Laufenden gehalten, wann unser Haus gestellt wird und als es dann tatsächlich gestellt wurde. Da die Tiefbaufirma dann sowieso im Baugebiet tätig waren, kamen sie gemeinsam mit dem Ansprechpartner der Gemeinde einfach mal vorbei und schauten es sich an bzw. wollten dann auch die Erdarbeiten durchführen. Allerdings hinderte das Gerüst, das rund um unser Haus steht, daran, denn je nachdem wie groß das Loch gebuddelt werden muss, könnte das Gerüst wegsacken, deshalb traute sich mit aufgestelltem Gerüst keiner dran.

Trotzdem kamen wir jetzt nicht um ein Heizgerät herum, was uns freundlicherweise kurzfristig von Firma Bresgen zur Verfügung gestellt und angeschlossen wurde. Dadurch hat sich aber eine kleine Schnittstelle aufgetan. Unser lieber Bauleiter Herr Fent hat aufgrund der Minusgrade zu der Zeit, als der Installateur die Fußbodenheizung gespült und befüllt hätte, diese Leistung vertagt bzw. abgesagt. Das hätte der Vertragspartner von FingerHaus dann nachgeholt, wenn sie deren Notheizgerät anschließen. Dazu kam es dann aber nicht, weil wir nicht bereit waren, 30 Euro Miete pro Tag zu zahlen. Dadurch fiel dann natürlich auch das Spülen und Befüllen auf uns zurück, was aber immernoch günstiger war als das Notheizgerät für mindestens 3 Wochen. Der Strom für die Heizung macht uns ja schon fast arm. Da sparen wir ausnahmsweise mal – und das auch am richtigen Ende.

Dadurch, dass wir uns gegen das Notheizgerät von FingerHaus entschieden haben, wurde das Spülen und Befüllen auch durch die Firma Bresgen durchgeführt, die auch eine Undichtigkeit festgestellt haben. Da der FingerHaus-Installateur nun aber weniger Arbeit hatten, hoffen wir mal auf eine Gutschrift, die die Zusatzkosten ausgleicht. Das ist gerade in Klärung.

Und nun hoffen wir mal sehr, dass heute das Notheizgerät ausgeschaltet werden kann. Wir erwarten sehnsüchtig unseren Bauleiter, der die Feuchtigkeitsmessung vornimmt und uns dann hoffentlich das Go gibt. Oder besser gesagt das Stop vor dem Go des Innenausbaus.

Zielwert für die Feuchtigkeit ist 0,3 für Parkett 0,5 für Fliesen – also bei uns 0,5.

An letzter Stelle noch ein großes Danke schön an die besten Nachbarn der Welt, die sich um das zweifach tägliche Lüften gekümmert haben, um uns Fahrtzeit und Fahrtkosten zu ersparen. Solch tolle Nachbarn haben wir in unserer jetzigen Wohnung in 10 Jahren nicht kennengelernt. Gold wert!

erik_stein | Pixabay