Hürden überwinden

Hürden sind da, um sie zu überwinden. Und wir sind dafür bekannt, dass wir uns von kleinen und größen Hürden nicht unterkriegen lassen. Man sagt besonders mir nach, dass ich sehr sprunghaft bin. Das kommt uns bei dem Bauvorhaben zugute.

Bild von pixelia auf Pixabay 

Zuerst haben wir uns sehr schnell entschieden und den erstbesten Verkäufer nicht mehr losgelassen, 2 Tage später alles dingfest gemacht, ohne einen Konkurrenten nochmal anzufragen. Anschließend haben wir dann kurzerhand das Haus gewechselt, weil wir auf einmal ein Zimmer mehr brauchten. Als Nächstes sollten dann in 2 Tagen die Erdarbeiten beginnen, aber wir haben noch nicht den Baubeginn angemeldet und hatten noch nicht die Wärmeschutz- und Statik-Berechnungen vorliegen. Quasi über Nacht haben wir diese dann vom zuständigen Ingenieurbüro die Unterlagen elektronisch zugeschickt bekommen, nachdem wir den Vertrag innerhalb von 10 Minuten unterschrieben und zurückgeschickt haben. So haben wir nicht nur pünktlich die Unterlagen bei der zuständigen Behörde eingereicht, sondern auch zeitintensive Postwege und Unmengen an Papier-Ausdrucken gespart. Die Behörde und auch das Ingenieurbüro waren mit elektronischen Unterlagen einverstanden und haben zugestimmt, dass wir auf Papier vollständig verzichten können.

Nach Beginn der Erdarbeiten haben wir dann nahezu täglich in Dauer-Verbindung zwischen Tiefbauer und Bauleiter telefoniert. Vor Ort sein konnten wir nicht wegen Berufstätigkeit, Mutterschutz und möglicherweise jederzeit beginnender Geburt. Das Kind sollte ja nicht auf dem Acker geboren werden. 😉

Fragen über Fragen hatte der Tiefbauer und wir waren über jede einzelne sehr dankbar. Um es in den Worten des kompetenten allerbesten Bauleiters für die Bodenplatte Herrn Maurer zu sagen: „Lieber einmal zu viel fragen und nachher ist alles richtig, als einmal zu wenig und wir können die Bodenplatte nicht gießen“. An Tag 2 ergab sich dann allerdings die erste Hürde: der Elektriker, der den Ringerder besorgt hat und anschließen sollte, hatte einen Arbeitsunfall und stand kurz vor einer OP. Schrecklich – wir waren geschockt und hatten Mitgefühl. Er und auch der Tiefbauer waren pragmatisch und haben einen der Angestellten vom Elektriker dafür eingeplant. Dumm nur, dass sich während den Gesprächen mit dem Bauleiter ergab, dass sich ein flacher Ringerder nicht eignet und dieser auch gemäß Unterlagen nicht akzeptiert wird. Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Man muss nicht alles wissen, sondern nur wissen, wen man fragen muss: Der kompetente Elektriker Nagelschmidt, der uns ein Angebot für Baustrom und Wallbox für E-Autos gegeben hat und wir ihn schon mündlich damit beauftragt haben, war unsere Rettung – und mit (nicht allzu)viel Überzeugungskraft ist er kurzfristig eingesprungen. Er hat uns sowohl den Ringerder von abends 19 Uhr bis morgens 8 Uhr besorgen können sowie kurz den Ringerder zu verlegen, anzuschließen und zu dokumentieren. Das nenne ich Kundenservice und Glück im Unglück.

Nicht zuletzt zu erwähnen ist auch der stets freundliche und kompetente Bauleiter-Support Herr Berger, der die Zuarbeit und sozusagen das Backoffice der Bauleiter übernimmt. Von ihm haben wir sowohl zufriedenstellende Antworten erhalten, wenn wir Herrn Maurer mal nicht direkt erreicht haben (höchst selten – aber Urlaub und auch Gespräche mit anderen Bauherren seien ihm gegönnt) als auch schnelle und verständliche Formulierungen der Zusatzaufträge erhalten, die wir im gleichenn Schritt unterschrieben haben: z. B. die Aushubarbeiten für die Streifenfundamente sowie die Stützmauer neben dem Anbau der Garage. Es hat für uns große Vorteile, diese Arbeiten durch die Mitarbeiter von FingerHaus erstellen zu lassen, unter anderem was die Finanzierung betrifft. Dann können wir unser Eigenkapital nämlich für andere Sachen ausgeben oder sparen, wenn auf der Rechnung FingerHaus steht und wir dies dann von der Finanzierungssumme abzurufen. Herzlichen Dank an dieser Stelle für freundlichen Kontakt und besten Service.

Der vorher beauftragte Elektriker ist natürlich nicht auf dem Ringerder sitzen geblieben, sondern wir haben ihm zumindest seine Mühe finanziell ausgeglichen und uns noch mehrmals erkundigt, wie es ihm geht und ob die OP gut gelaufen ist.

Die nächste Hürde war dann fehlender Kommunikation geschuldet. Der Tiefbauer sagte, dass die abgesteckte Fläche nicht zu dem Bodengutachten passt, denn wenn er sich daran hält und 80 cm Schotter aufträgt, hängt er am Ende der abgesteckten Fläche in der Luft. Hä… Bahnhof, watt?! Keine Ahnung, was er meint. Bauleiter angerufen, Aussage war: wir brauchen mindestens 80 cm Schotter wie in den Ausführungsunterlagen beschrieben. Mehr geht immer, weniger nicht. Es stellte sich dann nach mehreren Telefonaten heraus, dass das Bodengutachten zu dem vorher ausgesuchten Haus passte, aber eben nicht zu dem Haus, das nun abgesteckt war.

Beim nächsten Haus werden wir also das Bodengutachten erst nach dem Architektentermin beauftragen, wenn die Lage und Größe des Hauses wirklich klar ist. Hilft aber nichts für dieses Mal. Ich habe also bei dem Gutachterbüro angerufen und gefragt, was man da machen kann und von der Dringlichkeit erzählt. Obwohl dort sehr viele Mitarbeiter nicht übrig waren, weil auch da krankheitsbedingte Ausfälle waren, wurde uns von heute auf morgen geholfen und wir haben ein neues Gutachten erhalten, das zu unseren Gunsten sogar noch einen hilfreichen Tipp bei der Ausführung enthielt. Weiterhin hat der Gutachter mit unserem Tiefbauer telefoniert, damit wir nicht allzu viel Material dort versenken müssen, das unser Budget um einiges übersteigen würde. Geplant waren ca. 280 t Kalksteinschotter, verbaut wurden insgesamt 480 t Kalksteinschotter. Und es wäre ohne die Hilfe vom Gutachter noch mehr gewesen. Da liegt ein halbes Vermögen liegt im (nicht vorhandenen) Keller! Bevor die Fragen kommen: RCL Material ist vieeel billiger – durfte aber laut Bebauungsplan nicht verbaut werden. Doch auch da: Glück im Unglück, dass das Gutachten so schnell an das neue Haus angepasst wurde und einen wertvollen und sparsamen Tipp enthielt.

So konnte unser Tiefbauer nun ohne Verzögerungen weitermachen und innerhalb von 5 Tagen fertig werden. Nach einer Woche wurden dann die Arbeiten mit Folie abgedeckt, kurz nachdem der Grund für die Hausumstellung das Licht der Welt erblickte: wie geplant in Leverkusen im Klinikum, nicht auf dem Acker in der Brotkiste.

Und während wir uns kennenlernen, warten wir nun alle auf’s Christkind und die Bodenplatte, die uns für das neue Jahr angekündigt wurde. Aber wir sitzen nicht untätig rum, sondern können nun fleißig weiter koordinieren, aber dazu später mehr. . .