Ausführungspläne

Voller Erwartungen blickten wir fast täglich auf unser Bauvorhaben, wann endlich das Kästchen „Zeichenbeginn der Ausführungspläne“ markiert ist. Und schon klingelte das Telefon – unser Lieblingsbemusterer Herr Clemens war am Telefon. Er sagte: Erst die gute oder erst die schlechte Nachricht? Beides! Es gibt nur eine. . . Wir können doch eine Ablage hinter der Toilette planen, müssen wir sogar, aber eigentlich verlieren wir dann 40 cm vom Raum. So ein Mist, dachten wir und nach 8 Telefonaten und einigen Mail hatten wir einen Plan, den sogar unser Bemusterer spektakulär fand, weil nicht 0815. Das kann ja jeder! Aber ein Funken Unsicherheit blieb über’s Wochenende, denn es musste noch entschieden werden, ob es wirklich möglich ist.

Erleichterung pur dann am Montag, als wir sein Lächeln in der Stimme hörten! Hurra, es geht!

Also weiter am Zeichenbrett, lieber Ausführungsplanzeichner, Herr Mader. Äußerst sympathisch, geduldig, kann zuhören und umsetzen, zwischen den Zeilen lesen und verstehen, was wir wollen, auch wenn wir keine Ahnung haben. Und er kann supergut zeichnen und an alles denken, auch um die Ecke – und hat großartige Ideen, die uns immer wieder das Gefühl geben: #allesrichtiggemacht

Kurz vor Freigabe der Pläne wollten wir noch einmal durch die ganzen Pläne gehen, jeden einzelnen Schalter betätigen und dann freigeben. . .

War wohl nix mit „Wir geben das dann morgen frei“.

Denn: wir haben unseren Bemusterer vermisst und wollten nicht, dass es das letzte Mal war, dass wir uns gesprochen haben. Also mussten wir ihn einfach nochmal anrufen und das Bad im Erdgeschoss auch noch ändern, weil wir sonst nur einen Durchgang von 75 cm haben zwischen Tür und WC gehabt hätten – und da sollte auch noch der Handtuchheizkörper mit 10 cm an die Wand gebracht werden. Das passt doch niemals! Danke, lieber Herr Mader, dass wir noch einmal mit Herrn Clemens sprechen durften. Er hat uns glaubhaft versichert, dass er nicht augenrollend am Schreibtisch saß, sondern sich gefreut hat, dass wir noch einmal sprechen (und wahrscheinlich war er trotzdem froh, dass er nicht alles ändern muss). Denn aufgrund des großartigen Gedankens von Herrn Mader haben wir nur eine Wand verschoben und den Türanschlag geändert und den Handtuchheizkörper verschoben und es ergab sich ein Durchgang von 1 Meter. Da pass ich locker durch: nein, ich will nicht zunehmen, aber vielleicht lass ich mich ja mal ins Bad fahren von meinem Ehemann (Butler).

Damit nicht genug: Was ist denn, wenn das Kind reinkommt und nachts in unser Bett hüpfen möchte. Dann muss es ja erstmal um die Tür herumlaufen und am Bettende reinspringen? Nicht sinnvoll und nicht schön! Was also, wenn wir die Tür nach außen öffnen lassen? Sieht doof aus und ist auch irgendwie nicht konsistent, wenn alle anderen Türen nach innen öffnen. Hin und her überlegt, gemessen, Tür verschoben, gegrübelt und zum Schluss gekommen, es so zu lassen – oder doch nicht? Dann hatte auch hier Herr Mader die Idee! Was, wenn wir die Tür etwas nach oben verschieben, dass zwar noch locker ein Schrank hinpasst, aber wir maximalen Platz für Bett und Durchgang haben, ohne über’s Bett klettern zu müssen? Türanschlag ändern, fertig! Und wieder war Herr Clemens aus der Bemusterung betroffen, weil er für die Richtung der Türanschläge zuständig ist. Ob er nun doch Augen rollt? NEEEEIN! Endlich rief er an, und zwar wieder mit einem Lächeln in der Stimme. „Uns werden Sie nicht los“, waren meine Worte. „Will ich auch gar nicht“, sagte er. Puh – da waren wir aber beruhigt.

Und dann war da noch der dimmbare KNX Aktor… Eigentlich wollten wir keine dimmbaren Lampen mehr haben. Haben wir jetzt überall und eigentlich haben wir es nicht genutzt. Aber… ja aber. Eigentlich ist das ja doch ganz nett. Also doch noch mal schnell einen dimmbaren KNX Aktor mit dazu gepackt und beschrieben, welche vier Räume dimmbare Brennstellen haben sollen (Essbereich, Wohnzimmer, Bad OG und Elternschlafzimmer).

Und dann war da noch der lokale Installateur Thomas Bresgen aus Nettersheim, der unsere Weichwasseranlage und den Warmwassertank installieren wird – weil er sowieso einmal da ist und die Nahwärmestation der Gemeinde anschließt. Und wenn er schon mal da ist, kann er auch für uns noch den Rest machen. Klingt jetzt irgendwie nur pragmatisch, aber auch hier haben wir wieder einen der Besten erwischt, der sich uns schon sehr wertvoll erwiesen hat und zahlreiche Antworten auf noch zahlreichere Fragen immer zeitnah gegeben hat. Wenn die Komponenten bauseits beauftragt werden, geschieht das bei FingerHaus ohne elektrische Vorbereitung. Deshalb haben wir eine Doppelsteckdose zusätzlich beauftragt. Herr Mader hatte den Hauswirtschaftsraum so optimiert, dass wir Trockner und Waschmaschine doch nebeneinander, und nicht übereinander stellen müssen. Top!

Der Schornsteinfeger hat dann auch schnell nochmal drüber geschaut, ob er über die Garage und eine Leiter auf’s Dach steigt: wirklich wortwörtlich! Er hat es innerhalb kürzester Zeit bestätigt – fast so schnell wie wir, oder schneller?! Und er steigt uns nur auf’s Hausdach – das soll auch so bleiben, deshalb lieber fragen und bei Laune halten.

Pragmatisch wie Herr Clemens ist, bekamen wir kein Protokoll mehr, sondern er hat es so notiert, dass wir es jederzeit im Bauvorhaben online sehen können. Und wir waren froh, dass er immernoch nicht mit den Augen rollte und die Geschäftsführung auch nicht, die sonst zum dritten Mal das Mehrpreisschreiben unterschreiben müssten.

Herr Clemens, uns werden Sie nicht los! Wir müssen uns definitiv mal persönlich treffen – spätestens beim nächsten Haus oder wenn wir #allesrichtiggemacht haben und in unser Haus einziehen, weil Sie #allesrichtiggemacht haben.

Herr Mader, Sie haben #allesrichtiggemacht und wir sind schon sehr gespannt auf die Ausdrucke der Pläne.