Alexa, bring mir mal Klopapier

Beim Bau haben wir sehr konsequent auf ein „smartes Home“ gesetzt und sind nun nach einem halben Jahr immer noch sehr zufrieden mit unserer KNX-Anlage von AmbiHome. Als wir aber neulich bei Nachbarn waren habe ich erlebt, wie die Lampen per Sprachsteuerung, über einen Amazon Echo und Alexa eingeschaltet wurden. Das wäre ja schon ganz praktisch als Ergänzung zu den Glastastern und der Steuerung per Smartphone.

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Zu unserem Glück bietet AmbiHome einen Alexa-Skill an, mit dem man AmbiHome in Alexa integrieren kann. Um die Funktion zu testen haben wir einen Amazon Echo Show in den Wohnbereich gestellt, die Alexa-Integration von AmbiHome anknipsen lassen, den Skill aktiviert und schon konnten wir per Sprachsteuerung alle Funktionen steuern. Also Lampen, Dimmer, Jalousien, Thermostate und auch Szenen.

Die Konfiguration war tatsächlich so einfach wie beschrieben: Alexa-Funktion in AmbiHome aktivieren, den Skill aktivieren, Code eingeben, Geräte erkennen lassen, gegebenenfalls umbenennen, fertig. Einfacher geht es nicht!

Bei „Alexa, Zeit zum Aufstehen“ fahren nun die Jalousien hoch, das Licht am Esstisch geht an, und es wird WDR2 gespielt. Bei „Alexa, Schlafenzeit“, gehen alle Lichter aus und die Jalousien fahren herunter. Extrem praktisch.

In erinem zweiten Schritt haben wir festgestellt, dass das ja auch für die Wiedergabe von Musik ganz praktisch ist. Insbesondere für die Kinder. Da muss das alte, ausgediente iPhone nicht als Wiedergabegerät herhalten. Amazon Music hatten wir eh – insofern ganz gut integriert. So gesellten sich zu dem Show noch zwei Echo Dot (Arbeitszimmer, Schlafzimmer) und vier Echo Flex (Bad OG, 3x Kinderzimmer).

Die Kinder haben es auch sehr schnell gelernt, nach der Uhrzeit zu fragen, ihre Lieblings-Hörspiele laufen zu lassen und noch vieles andere von Alexa zu erfragen, z. B. warum es Hundeleinen gibt oder wie weit der Weg zum Mond ist. Zum Glück macht Alexa nicht die Hausaufgaben… Und ich wette, unser Sohn wird nicht als erstes Mama oder Papa sagen, sondern Alexa! Ist ja auch viel wichtiger. Für mich ist allerdings die beste Funktion die Ankündigung, die genau das abbildet, was ich brauche: Alexa, Ankündigung „Essen“ wird in die Kinderzimmer gefunkt und mit einer Glocke eingeläutet.

An zwei Stellen haben wir noch smarte Steckdosen von Woox nachgerüstet – um Geräte nicht im Standby halten zu müssen. Damit spiel Alexa auch eine intessante Brücke zwischen einzelnen, smarten Komponenten.

Das waren viele Vorteile, aber was sind die Nachteile. Es ist Amazon… eigentlich wollte ich nie so eine kleine Wanze zu Hause haben – nun sind es 7. Damit einher geht ein Amazon Prime Abo für Video und Musik. Im Endeffekt laufen wir damit günstiger als mit Spotify Premium Familiy und es gibt Video dazu. Das hat sich für uns gelohnt. Man sollte sich natürlich immer bewusst machen was man da nach Außen öffnet. Wir hatten uns bewusst für eine cloud-lose Hausautomation entschieden – jetzt haben wir das aufgeweicht – es ist halt bequem. AmbiHome selber ist keine Cloud-Lösung, es gibt nur eine Verbindung zu AmbiHome für den Remote Support und den Zugriff auf die Visualisierung. Diese Verbindung könnte man aber abschalten – dann geht auch kein Alexa mehr.

Viel Licht, etwas Schatten (wegen Amazon). Ansonsten eine super Sache. Jetzt fühlt sich das Haus wirklich smart an! Wer AmbiHome im Einsatz hat, der sollte sich Alexa definitiv gönnen!