Ein großes Puzzle – Die Hausstellung

Das Warten hat ein Ende… wir haben diesem Tag entgegengefiebert und nun ist das alles doch schneller vergangen als wir dachten: unser Häuschen steht! Und wir sind begeistert, wie von allem, was vorher geschah, auch.

Aber fangen wir mal vorne an, am Abend vor der schlaflosen Nacht, weil wir uns Gedanken machten, ob wir wirklich an alles gedacht haben.

Zum Zeitvertreib haben wir dann mit den Kindern den Richtkranz geschmückt.

Dann haben wir Tisch und Sitzgelegenheit sowie eine kleine Snackbox und eine Begrüßung für den Stelltrupp hingebracht, damit wir am nächsten Morgen nur noch Kaffee und die frischen Brötchen hinbringen müssen. Aufwendig genug, mit 3 Kindern die 80 km-Strecke zu fahren und an alles zu denken.

Dank der lieben Nachbarschaft wurden wir dann ab Sonnenaufgang mit Fotos versorgt und wir konnten es dann auch irgendwie nicht abwarten, hinzukommen. Das war der Vorteil des Homeschooling, dass sie die Aufgaben teilweise schon am Tag vorher erledigt hat, damit wir nicht darauf warten müssen.

Als wir ankamen, stand schon fast das Erdgeschoss. Faszinierend, wie die Teile durch die Luft fliegen und passgenau aufgestellt und aneinander geschraubt werden. Wie so ein kleines Legohäuschen. . . Der Stelltrupp – der weltbeste – hat ganze Arbeit geleistet.

Tag 2 fing an, wie Tag 1 aufgehört hatte – wieder mit netten Fotos aus der Nachbarschaft, solange bis dass wir selbst hingefahren sind, wieder nach den Schulaufgaben und natürlich wieder mit entsprechender Verpflegung für den Stelltrupp. Obwohl sie fast keine Zeit zum Essen hatten, weil sie wirklich einen straffen Zeitplan haben, war es ganz willkommen, dass sie sich darum nicht kümmern mussten. Und wir finden, dass sie echt für diese harte Arbeit verdient haben, dass wir sie verköstigen so gut es geht. Interessant war die Aussage, als wir ihnen Wasser hingestellt hatten: „Das trinken wir nur über 30 Grad, ansonsten brauchen wir den Zucker für die Energie“. Also haben wir das wieder mitgenommen und gegen Cola und Fanta ausgetauscht, was den nötigen Zucker enthielt. Im Nachhinein betrachtet verständlich bei der harten körperlichen Arbeit.

Das Wetter spielte übrigens richtig gut mit: wenig Wínd, kein Regen, kein Frost, milde Temperaturen und am Wochenende sogar schon sowas wie Frühling, sodass die Monteure im T-Shirt rumliefen. Besser hätte es nicht sein können.

Am Abend des 2. Tages stand dann schon das ganze Haus inkl. Dachstuhl, sodass es am Samstag weitergehen konnte mit den Dachziegeln.

Am Samstag waren wir nur relativ kurz da für einen Termin mit dem Garten- und Landschaftsbauer, mit dem wir dann weiteres besprechen wollten für die Garten- und Terrassengestaltung, die parallel zum Innenausbau erfolgen soll, damit wir wirklich schlüsselfertig einziehen können und auch im Garten nichts Großartiges mehr selbst machen müssen.

Sonntag kamen wir dann an und haben den ganzen Tag dort verbracht und haben uns sehr gefreut, unseren Richtkranz am Gerüst zu entdecken, leider ohne Richtfest, aber immerhin!

Das waren sehr spannende Tage und es war wohl die gravierendste Änderung, die wir von einem auf den anderen Tag dort entdecken konnten. Natürlich ist jeder Meilenstein, der nun ansteht, auch interessant und wichtig, aber so offensichtlich und von außen erkennbar werden die einzelnen Gewerke nicht mehr so gravierend sein.

Am 2. Stelltag haben wir mit dem Bauleiter den gesamten Bauablaufplan besprochen, der für uns allerdings keine Arbeit und Koordination bedeutet, weil das einzige, was wir tun müssen, ist, am Ende einzuziehen. Alles andere wird koordiniert und erledigt. Trotzdem bleibt natürlich noch ein bisschen Aufwand bei uns, indem wir z. B. rechtzeitig den Küchenbauer informieren, wenn der Estrich begehbar ist. Dann wird er das Aufmaß erstellen und dafür sorgen, dass die Küche dann auch rechtzeitig hergestellt und eingebaut wird. Das darf schon vor der Endabnahme erfolgen, was wir sehr gut finden. Unserem geplanten Einzugstermin steht jedenfalls nichts im Wege, selbst mit etwas Puffer! Wir sind einfach nur glücklich. Ein wunderschönes Gefühl, das erste Mal das Haus zu betreten, da zu stehen, wo wir die Hufeisen in der Bodenplatte versenkt haben und das Schloss mit unseren Namen unter der Hauseingangstür. Die Kinder haben auch gestrahlt, in ihren Zimmern zu stehen – für sie wird es jetzt auch erst richtig greifbar. Und unsere Tochter sagte: „Mama, das nächste Mal müssen wir einen Besen mitnehmen. Das ist so staubig, da können wir nicht wohnen.“ 🙂

Unsere Namen stehen jedenfalls auch schon an der Tür.