Besenrein oder darf’s nen bisschen sauberer sein?

Als wir zu unserem Haus gefahren sind, haben unsere Kinder immer gesagt: Hier will ich nicht wohnen, das ist alles so staubig. Vor allem unsere jüngste Tochter konnte nicht abwarten, zu fegen. 😀

Wir haben uns dann erkundigt, ob durch FingerHaus vor Hausübergabe noch eine Endreinigung erfolgt – so war es jedenfalls bei unserer Eigentumswohnung. „Besenrein“ war die Antwort, also haben wir uns mal umgehört nach einer Firma, die einmal das ganze Haus auf Vordermann bringt. Zum ersten Mal hörte ich dann den Begriff „Bauabschlussreinigung“ – so nennt sich das wohl, was auch immer das Geheimnis dahinter ist, es hörte sich an, als bräuchten wir genau so etwas. Wir haben zwei Firmen angefragt – einmal die Firma, die schon öfter in unserem Baugebiet tätig war und dann noch eine zweite Firma, um einen Vergleich zu haben.

Unsere Eigentumswohnung haben wir meistens selbst geputzt, ab und zu haben wir jemanden gehabt, der mal gründlich putzt als Unterstützung, das dauerte so 3 Stunden, war eine Firma mit Rechnung und das kostete uns 60 Euro. Deshalb dachten wir, dass es bei einem Haus dann natürlich entsprechend teurer ist und auch mit Fensterreinigung natürlich deutlich mehr wird. Der Betrag, der uns dann bei beiden genannt wurde, war knapp vierstellig und wir waren sehr überrascht, aber da die Differenz nicht so groß war zwischen den beiden, dachten wir, dass es dann wohl so üblich ist und seinen Preis hat.

Bei der Terminvereinbarung dämmerte mir dann schon, dass der Preis seine Berechtigung hat, denn angekündigt wurden 3 Personen für etwa 6 – 8 Stunden. Und sie haben sogar andere Termine für uns verlegt, weil es ihnen sehr wichtig war, dass die Reinigung vor der Vorabnahme stattfindet, um auf eventuelle Mängel hinzuweisen. Wow – das ist ja mal ein echter Service, war meine Reaktion. Er sagte dann, das ist kein Service, sondern wir sind sogar verpflichtet, auf Schäden hinzuweisen, die uns aufgefallen sind. Ich war davon schon vor der Durchführung begeistert, denn so genau wie jemand, der alle Flächen und Fenster putzt, hätten wir ja nie hingeguckt, wenn man einfach so durchläuft, um eventuelle Beanstandungen zu finden. Besser hätten wir es also nicht treffen können.

Bild von Michael Schwarzenberger auf Pixabay

Als es dann soweit war und der Reinigungstrupp anrückte, hat Patrick ihnen die Tür geöffnet um 7 Uhr und ihnen den Schlüssel da gelassen, sodass ich später hinfahren konnte, als sie fertig waren. Vereinbart war, dass sie eine Stunde vorher anrufen und das hat auch sehr gut geklappt. Um 14.30 Uhr war alles erledigt, also nach 7,5 Stunden. Und ehrlich gesagt – es war alles sauberer als sauber, blitzeblank und ich konnte unser Haus gar nicht wieder erkennen. Obwohl mir gesagt wurde, dass unser Haus noch sauber war im Vergleich zu dem, was sie schon anderswo gesehen hatten, konnte ich den Unterschied sehen und auch riechen.

Wir gingen dann durch jeden einzelnen Raum, schauten jedes Fenster, die Böden und alles gemeinsam an und der Vorarbeiter wies mich auf insgesamt 4 Dinge hin, die ihnen aufgefallen sind:

  • außen war eine Fensterbank durch den Putz verschmutzt und die Flecken ließen sich nicht mehr entfernen.
  • die Balkontüren hatten beide einen Kratzer, beide allerdings nur sehr minimal und fast gar nicht wiederzufinden. „Ich mache hier mal einen Fettfleck hin, damit Sie ihn bei der Vorabnahme noch sehen“, sagte er. Ich hab ihn trotzdem nur nach langem Suchen überhaupt wiedergefunden.
  • an der Treppe wurde eine rauhe Stelle gefunden, die mit bloßem Auge gar nicht erkennbar ist.
  • und an der Steinfensterbank im Büro wurde ein kleiner Kratzer gesehen.

Außerdem haben wir noch Tipps zu der Türreinigung und dem Vinyl-Boden oben bekommen. Bei den Türen könnte an den Innenseiten etwas Kleber austreten mit der Zeit, den man dann aber mit einem feuchten Lappen und etwas Spüli leicht entfernen kann. Da braucht man sich dann keine Sorgen machen, wenn das mal so sein wird – ist völlig normal. Und bei den Sockeln sollten wir an den Ecken aufpassen, dass wir da großräumig mit nassen Wischern Abstand halten, da sich sonst genau an der Ecke das Wasser aus dem Wischer drängt und die Ecken dann, weil sie geschnitten sind und aus Holz sind, ggf. aufquellen können. Ich war sehr dankbar für diese Tipps, weil wir sonst genau das vermutlich gemacht hätten und uns dann gewundert hätten.

Auf dem Boden habe ich noch einen Flecken gesehen, an dem ich dachte, dass es Kleberreste vom Fliesenleger sind – und zack, ging der Mitarbeiter nochmal zum Auto und entfernte auch diesen Fleck mit einem besonderen Spray.

Bild von Gebäudereinigung Ziegler

Fazit: das Geld war es wirklich wert, denn es wurde jede kleinste Kleinigkeit gewischt, geputzt, gereinigt, vom Staub befreit – es war kein Staubkörnchen mehr irgendwo zu sehen. Der ganze Baustaub, alles weg. Und sie haben echt alles gesehen, was auch nur nach einem Mangel aussehen könnte und uns darauf hingewiesen. Wir können die Firma Ziegler Gebäudereinigung echt von Herzen jedem empfehlen. Der Spruch „wir sehen mehr“ stimmt wirklich, denn das, auf das sie uns hingewiesen haben, hätten wir niemals gesehen. Und unsere Kinder wollen jetzt auch mit einziehen, denn jetzt ist es ja sauber. 😀 Wir bleiben definitiv Kunden für die regelmäßige Fensterreinigung sowie zwischendurch auch mal eine Grundreinigung. So ordentlich wie sie kann ich das niemals – da müssen einfach Profis an’s Werk!