Online-Bemusterung

Dank unserem Wohnort als Risikogebiet durften mussten wir unsere Bemusterung auf Online-Bemusterung umstellen.

Mit dem Architektentermin hatten wir da schon Erfahrungen gemacht und waren schon davon positiv überrascht. Dennoch war ein bisschen Unsicherheit da, wie wir all das, was wir an Ausstattung für unser Haus aussuchen, online am Computer hinbekommen sollen. Klar – auf Pläne kann man gemeinsam drauf schauen, aber die Ausstattungen in der Ausstellung kann man sich eben doch besser vorstellen, wenn man da ist, sie anfassen und mit eigenen Augen sehen kann.

Bild von fancycrave1 auf Pixabay 

Zugute kam uns dabei, dass wir einmal schon vor Unterschrift des Werkvertrages intensiv die Ausstellung im Bemusterungszentrum besichtigt haben zusammen mit unserem Verkäufer und etwa zwei Monate danach nochmal einen Termin vereinbart haben, um uns einiges anzuschauen und teilweise schon Entscheidungen – zumindest für uns persönlich – zu treffen, und davon Fotos zu machen.

Weiterhin war unser Vorteil, dass wir uns bereits in Vorarbeit für die Bemusterung schon Gedanken gemacht haben, wo wir Steckdosen und Lampen haben möchten und wo diese geschaltet werden. Dadurch wurde vom für uns zuständigen Elektroplaner bei FingerHaus Herrn Igor Schock ein vollständiger Plan erstellt, den wir bei der Online-Bemusterung dann nur noch gemeinsam einmal durchgehen mussten und geringfügige Änderungen eintragen mussten.

Trotzdem steht und fällt natürlich alles mit dem Ansprechpartner, den man auf der anderen Seite der Videokonferenz sieht, denn auch er muss natürlich aufgeschlossen sein und kreativ, um die technischen Möglichkeiten entsprechend zu nutzen und uns das zu zeigen, was wirklich wichtig ist. Und da hätte uns tatsächlich kein besserer Ansprechpartner begegnen können als Herr Ivo Clemens. Von A bis Z wirklich top – die Online-Bemusterung hat nicht nur geklappt, sondern sie hat sogar richtig Spaß gemacht.

Aber nun erstmal zum grundsätzlichen Ablauf:

Wir haben vor dem vereinbarten Termin mit Herrn Clemens telefoniert und er hat uns erklärt, wie das dann ablaufen wird. Nach dem Telefonat haben wir eine E-Mail erhalten, mit welchem Programm wir die Online-Konferenz durchführen. Am Tag der Online-Bemusterung haben wir dann einen Einladungslink zur Konferenz erhalten, den wir nur anklicken mussten, und schon waren wir verbunden.

Nach kurzer Begrüßung ging es dann auch schon ans Eingemachte. Herr Clemens hat seinen Bildschirm für uns freigegeben und wir haben gemeinsam auf die Pläne geschaut und sind Raum für Raum durchgegangen. Zunächst war das Ziel, die Entscheidungen zu treffen, die definitiv für die Zeichnung der Ausführungspläne relevant sind, damit unser Vorhaben durch die Online-Bemusterung nicht zur Verzögerung des Vorhabens führt. Alle Änderungen wurden im Plan vermerkt.

Einen großen Teil der Zeit haben wir dabei mit den Bädern verbracht, deren grundsätzliches Design wir schon lange festgelegt hatten, hier aber noch einmal Badewanne und Dusche angepasst haben. Eine extreme Erleichterung dabei waren die von Herrn Clemens bereits vorbereiteten 3D Ansichten der Bäder! Das war auch später bei den Fliesen noch einmal Gold wert – wir wissen jetzt schon wie unsere Bäder mit Fliesen, Unterschränken usw. aussehen. Großartig!

Wir haben also die Tür- und Fenster-Anschläge (in welche Richtung soll die Tür bzw. das Fenster geöffnet werden, soll das Fenster in Klarglas oder undurchsichtig ausgeführt werden?) festgelegt sowie eventuelle Änderungen bei der Anordnung der Bäder. Unfassbar und fast zu schön, um wahr zu sein, waren wir damit um ca. 11 Uhr bereits durch und es ging an die Ausstattung und Details.

Da hatte Herr Clemens vorgeschlagen, dass wir uns gemeinsam das FingerHaus-Video der Bemusterungsausstellung anschauen und er immer dann eine Pause vom Video macht, wenn es etwas auszuwählen und zu entscheiden gibt. Wir haben währenddessen auf unserem Computer nebenbei immer wieder unsere Notizen und Fotos geöffnet, die wir bereits entschieden hatten sowie natürlich auch unsere Budgetplanung. Herr Clemens hat dann immer, wenn wir etwas ausgesucht hatten, die Preisliste geöffnet und den entsprechenden Betrag sowie die Artikelbezeichnung in das Bemusterungsprotokoll eingetragen. Obwohl dieses Protokoll sehr viele einzelne Seiten hat und wir sehr oft hin- und hergesprungen sind auf den einzelnen Seiten, hatte Herr Clemens immer den Überblick behalten und wusste genau, was noch fehlt und wo es weitergeht. Faszinierend!

Was wir Herrn Clemens ebenfalls hoch anrechnen ist sein Verständnis für unsere Kinder im Hintergrund und dass er sich davon nicht hat aus der Ruhe bringen lassen. Es war bestimmt aus seiner Perspektive das eine oder andere Mal unruhig, weil zwischendurch immer wieder einer von uns aufgestanden ist, um für die Kinder da zu sein, ihnen zwischendurch etwas zu essen oder eine Spielanregung zu geben, damit sie sich weiterhin gut und eigenständig beschäftigen.

Gegen 12.15 Uhr haben wir dann eine Stunde Mittagspause vereinbart, die Herr Clemens neben Mittagessen hoffentlich aber auch dafür genutzt hat, um in der Ausstellung die passenden Sockelleisten zusammen mit den Bodenfliesen bzw. Vinylboden zu fotografieren, damit wir die bestmögliche Variante aussuchen können, die uns gefällt. Diesen Einsatz wissen wir sehr zu schätzen.

Nach der Mittagspause haben wir dann wieder auf den Link geklickt und sahen neben Herrn Clemens auch Herrn Schock auf der anderen Seite der Online-Konferenz, der bereits im Vorfeld schon so viel wertvolle Vorarbeit in die Elektropläne gesteckt hat. Einige minimale Feinheiten (2 weitere Steckdosen, Kabel in die Garage und in den Garten sowie einige Schalterbelegungen) haben wir noch miteinander besprochen und schon nach 30 Minuten konnten wir uns von dem Elektroplaner schon wieder verabschieden. Riesen-Respekt für die großartige Vorarbeit, die er ganz genau nach unseren Wünschen umgesetzt hat und auch auf die gefühlt 20. Mail mit Änderungen der Steckdosen geduldig die Eintragung vorgenommen hat.

Anschließend ging es dann wieder weiter im Bemusterungs-Video und unseren Fotos, der Eintragung von Gesamtpreisen, Artikelnummern und der Vervollständigung des Protokolls. Immer wieder haben wir oder auch Herr Clemens kleine Anekdoten eingestreut – entweder aus seiner eigenen Erfahrung oder auch Beispiele von anderen Bauherren, die wertvoll für uns sein könnten. Das machte dann auch den Nachmittag zu einer sehr kurzweiligen und spannenden Angelegenheit.

Wir hätten es kaum geglaubt, dass wir sehr pünktlich, sogar etwas früher als geplant, fertig geworden sind – und darin enthalten waren sogar schon ausschweifende Dankesworte und Lob von beiden Seiten, wie toll das geklappt hat.

Aber wie das so ist, fällt einem doch dann über Nacht immer noch etwas ein. Wir hatten dann am nächsten Morgen doch noch kleine Änderungen (Steckdosen geringfügig versetzen) und zwei Fragen als Absicherung, ob wir wirklich das, was wir in Erinnerung haben, als endgültig festgelegt haben. Diese Änderungen wurden innerhalb kürzester Zeit umgesetzt und die Fragen beantwortet.

Als Nächstes wurde dann unsere Freigabe benötigt, damit die Ausführungspläne begonnen werden können. In unserem Kundenportal stand uns das gesamte Bemusterungsprotokoll zur Verfügung, das wir uns dann in Ruhe anschauen können. Zusätzlich wird es uns per Post zugeschickt, auf dem dann natürlich unsere Unterschrift benötigt wird. Die Pläne hat Herr Clemens uns per E-Mail zugeschickt und wir mussten diese dann per E-Mail freigeben. Diese Freigabe führte dann zum Zeichenbeginn der Ausführungspläne, die für die Erstellung der Bodenplatte und das gesamte Hausprojekt benötigt werden.

Unabhängig davon wird es auch zu gegebener Zeit noch einmal einen ganz reduzierten und wahrscheinlich genauso entspannten und angenehmen Vor-Ort-Termin geben, der eigentlich nur noch dafür gedacht ist, dass die Auswahl, die wir wirklich einzig und allein aufgrund der Fotos von Herrn Clemens getroffen haben, unserem Geschmack entspricht. Es handelt sich dabei nur um Ausstattungen, die nicht für die Ausführungsplanung relevant sind. Der Vor-Ort-Termin ist also nicht allzu zeitkritisch.

Unser Fazit ist, dass eine Online-Bemusterung auf jeden Fall nicht nur eine denkbare Alternative ist, sondern richtig gut ist. In unserem Fall könnte es sogar die Vor-Ort-Bemusterung komplett ersetzen, aber wir geben natürlich auch denen Recht, die sagen, dass sie das, was sie sich aussuchen, mal „in Natura“ sehen möchten, bevor es im Haus verbaut wird. Wir sind da sehr schnell einig und wussten genau, was uns gegen Mehrpreis wichtig ist und bei welchen Komponenten wir im Standard bleiben. Überhaupt war alles sehr transparent! Im Internet zu lesende Kritik, dass der Bemusterer einem alles verkaufen will, oder beleidigt ist, wenn man Auswahlen trifft die im Standard sind, oder dass die Preise intransparent sind, können wir absolut nicht bestätigten. Das Gegenteil ist der Fall! Tolle Vorarbeit, kompetente Mitarbeiter, absolute Transparenz, auch bei Mehrpreisen. Wieder einmal ein Kompliment an FingerHaus!